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Unsere Mundart

Bauchwäih

Adolf Kreil hören
Live-Mitschnitt 1974, 2,1MB, 2:14 Min

Mundarttext

"Allzu wörtliche" Übersetzung

Durch'n Bauchwäih, Leitler, lacht's fei niat,
daou is scho allerhand passiert,
besonders, wenn ma in der Naout
niat allerweil glei a Haisl haout.

Durch den Bauchweh, Leute, lacht nur nicht,
da ist schon allerhand passiert,
besonders, wenn man in der Not
nicht immer gleich ein Häuschen hat.

Amal, es war oar'em Sunntafröih,
wollt oiner in sein Gartn gäih,
er gäiht schäi langsam und schäi staad
aaf der Straouß naou Erkerschraath.

Einmal, es war an einem Sonntagfrüh,
wollte einer in seinen Garten gehen,
er geht schön langsam und schön ruhig
auf der Straße nach Erkersreuth.

Wöi er kinnt zum Bocklgleis,
wird der Moa im Gsicht ganz weiß.
Er langt oarn Bauch oi und bleibt stäih -
awäih! Mir tout ma Bauch sua wäih!

Wie er kommt zum Bahngleis,
wird der Mann im Gesicht ganz weiß.
Er langt an den Bauch ran und bleibt stehen -
o weh! Mir tut mein Bauch so weh!

A Baum und Schtrauch war niat zer finner,
waouer schnell häit hinte kinner,
sua konnt der Moa nix anners taou,
als renner aaf sein Gartn zou.

Ein Baum und Strauch war nicht zu finden,
wo er schnell hätte hinter können,
so konnte der Mann nichts anderes tun,
als rennen auf seinen Garten zu.

Die Leut, döi genger grod in d' Kirng
und säahn dern Moa daou hinte wirrng.
"Etz schaut'sner när dern Moa daou oar!
Is..isser niat recht gscheit, der Moa?"

Die Leute, die gehen gerade in die Kirche
und sehen den Mann da nach hinten rasen.
"Jetzt schaut euch nur den Mann da an!
Ist … ist er nicht recht gescheit, der Mann?"

Zwäi Freind vo ihm, döi hamne kennt
und ham aa gwisst, warum er rennt.
Döi schpringer schnell zem Türler hi
und schöim dern graoußn Riegl vir.

Zwei Freunde von ihm, die haben ihn gekannt
und haben auch gewusst, warum er rennt.
Die springen schnell zum Türchen hin
und schieben den großen Riegel vor.

Und wöi er kinnt vom Türler oar,
zöiht und druckt der goute Moa -
und mit derer Druckerei
isner d' Dreeck in d' Huasn ei.

Und wie er kommt beim Türchen an,
zieht und drückt der gute Mann -
und mit dieser Drückerei
ist ihm der Dreck in die Hose hinein.

Aaf der Schtachlbeerschtauern konnt mas naouchert säa,
wos döi Freind ham oargricht firer Malör;
denn daou lieng schäi uamerdruam
gwaschne Unterhuasn in der Sunn.

Auf der Stachelbeerstaude konnte man's danach sehen,
was die Freunde haben angerichtet für ein Malheur;
denn da liegen schön obendrauf
gewaschene Unterhosen in der Sonne.

Und die Moral von der Geschicht:
Trau deinen besten Freunden nicht!
Denn, wenn oiner Bauchwäih haout,
genger hunnert Freunde afferer Laout!

Und die Moral von der Geschichte:
Traue deinen besten Freunden nicht!
Denn, wenn einer Bauchweh hat,
gehen hundert Freunde auf ein Lot!

Drulla, drulla, drullala, drulla, drulla, drullala,
denn wenn oiner Bauchwäih haout,
genger hunnert Freunde afferer Laout!

Drulla, drulla, drullala, drulla, drulla, drullala,
denn, wenn einer Bauchweh hat,
gehen hundert Freunde auf ein Lot!

 

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